ZfW HÖRsaal: Podcasts in der Public History

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Über das Thema Podcast als alternatives Prüfungsformat wurde im ZfW HÖRsaal schonmal geredet – doch heute bringt Jana Lena Jünger, Leiterin und Urheberin des Projekts „AKTIV die Folgen des Ruhrbergbaus aufarbeiten“ sowie des Projekts Geschichten im REVIER, eine spannende didaktische Umsetzung aus der Lehre im Rahmen ihrer Projekte mit. Wie immer: Viel Spaß beim Zuhören!
Im ZfW HÖRsaal gibt’s was auf die Ohren!
In unserem Mini-Podcast tauchen wir ein in spannende Themen rund um Studium und Lehre. Wir sprechen mit Kolleginnen und Kollegen aus dem ZfW und weiteren Gästen, die ihr Wissen, ihre Erfahrungen und wertvolle Einblicke teilen. Entdecken Sie gemeinsam mit uns neue Perspektiven und inspirierende Gespräche. Hören Sie einfach mal rein!
Podcasts funktionieren als alternative Prüfungsformen, das wurde hier im ZfW HÖRsaal bereits sowohl in einer Folge mit Kathrin Braungardt über alternative Prüfungsformate als auch im Podcast-Special mit den Hilfskräften des eTeams Digitalisierung thematisiert. Jana Lena Jünger frischt jetzt im Zuge ihres Public History Projekts „AKTIV die Folgen des Ruhrbergbaus aufarbeiten“ die geschichtswissenschaftliche Didaktik mit dem Einsatz von Podcasts als Prüfungsleistungen eines Seminars auf.
Abbildung eines Mikrofons zum Mini-Podcasts "HÖRsaal" des ZfWs.
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Willkommen im ZfW HÖRsaal: Podcasts in der Public History

Dass die klassische Geschichtswissenschaft lange Zeit auf ‚tradierte‘ Prüfungsformate setzte und auch noch setzt, ist ein offenes Geheimnis und auch zweifelsfrei eher eine Eigenart statt ein Nachteil historischen Arbeitens. Vor rund 10 Jahren wurde an der Ruhr-Universität Bochum allerdings der Masterstudiengang der ‚Public History‘ ins Leben gerufen, geleitet von Prof. Dr. Christian Bunnenberg. Im Rahmen dieses Masters wird sich vermehrt mit der praktischen Anwendung von Geschichte im Kontext von Gedenkstätten, Museen oder Ähnlichem befasst. Wenig überraschend finden sich in diesem jungen Studiengang zahlreiche Möglichkeiten, alternative Prüfungsformate zu erproben sowie in ausgewählten Veranstaltungen der anderen geschichtswissenschaftlichen Studiengänge am Historischen Institut umzusetzen.

Genau hier setzt Jana Lena Jünger didaktisch an – in einem ihrer Seminare, gemeinsam mit Stefan Zeppenfeld und Christian Bunnenberg angeboten, im Rahmen des Projekts Projekts Projekts „AKTIV die Folgen des Ruhrbergbaus aufarbeiten“, arbeiten Studierende die Geschichte des Ruhrbergbaus mit verschiedenen Methoden auf und produzieren am Ende jeweils eine Podcastepisode, die dann nach klaren Kriterien als Prüfungsleistung bewertet und akkreditiert wird.

Schließlich mündete dieses praktisch angelegte Seminar in einer freiwilligen Abendveranstaltung mit Posterpräsentation auf und in Kooperation mit der Zeche Zollern, die von rund 120 Personen besucht wurde. Die didaktische Umsetzung von Podcasts als Prüfungsleistung war also ein messbarer Erfolg – und hat gezeigt, wie modern und anschlussfähig auch das historische Arbeiten im Ruhrgebiet mit seiner ‚interessierten Öffentlichkeit‘ sein kann. Zudem thematisiert Jana Lena Jünger, wie man die Selbstwirksamkeit von Studierenden fördern und ihre Mühen auch außerhalb der Akkreditierung von CP sichtbar machen kann.

Für didaktische Inspiration rund um alternative Prüfungsformen heißt es also reinhören – und bei Fragen rund um die praktische und technische Umsetzung in Lehrveranstaltungen gibt es sowohl das Workshopangebot als auch die Möglichkeit einer persönlichen Beratung am ZfW! 😊

Viel Hörvergnügen bei unserer aktuellen Episode!

- Dieser Blogartikel wurde von Ben Scherer verfasst. -

„Die Studierenden gehen da ganz anders ran – also Stichwort Selbstwirksamkeit ist da auch immer ein großes Thema. Sie produzieren da nichts für die Schublade, sondern für jemanden, den es wirklich interessiert.“
- Jana Lena Jünger -

Zu den Personen:
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Jana Lena Jünger leitet seit April 2025 das selbst konzipierte und eingeworbene Drittmittelprojekt „AKTIV die Folgen des Ruhrbergbaus aufarbeiten“ (gemeinsam mit Dr. Stefan Zeppenfeld) sowie seit März 2026 das ebenfalls selbst konzipierte und eingeworbene Drittmittelprojekt „Geschichten im REVIER. Recherchieren, Erforschen, Verstehen, Informieren, Erinnern, Reflektieren“. Zudem promoviert sie in der Public History mit dem Thema „Zwischen Fördergerüst und Folgelandschaft. Der Ruhrbergbau als praxisbezogene Projektionsfläche für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ und war selbst auch als studentische und wissenschaftliche Hilfskraft am ZfW im eTeam Digitalisierung tätig.  | E Mail: jana.juenger@rub.de
Ben Scherer
Ben Scherer, seit 2024 Host beim ZfW HÖRsaal, ist Lehrbeauftragter für Englisch und Workshopleiter des Workshops „Shakespeare or Shakesfear“ des Alfried Krupp-Schülerlabors an der Ruhr-Universität Bochum. Er hat an der RUB Englisch und Geschichte mit dem besonderen Fokus „Shakespeare Studies: Early English Literature and Culture“ studiert und na klar, er macht auch Podcasts – und das mit Leidenschaft. Er ist nämlich auch reguläres Mitglied des Teams von „Mediä… WAT?!“ beim mediävistischen Podcast Pergament und Mikrofon. | E-Mail: ben.scherer@rub.de
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Anika Kneiphoff
Anika Kneiphoff ist Projektleiterin des eTeams Digitalisierung und koordiniert weitere studentische Projekte im Bereich eLearning des Zentrums für Wissenschaftsdidaktik.

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