Policy-Paper zur lehrbezogenen Personalentwicklung an Hochschulen

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Wie können Hochschulen erfolgreich sein, Lehrkompetenz in der Breite zu stärken? Zu dieser Frage gibt ein Policy-Paper Impulse, das vom ZfW für Entscheidungsträger*innen in Hochschulen und Hochschulpolitik gemeinsam mit internationalen Partnerinstitutionen entwickelt und nun veröffentlicht wurde. Hintergrund ist ein EU-Projekt, das von der European University Association (EUA) koordiniert wird.

Das Policy-Paper hebt vier Bereiche hervor, die für den Erfolg lehrbezogener Personalentwicklung an Hochschulen maßgeblich sind. So wird empfohlen, dass Hochschulen die lehrbezogene Personalentwicklung nicht als Solitär verstehen sollten, sondern als einen von vielen Bausteinen zur Unterstützung erfolgreicher Lehre. Dazu gehören auch Elemente wie eine Lehrstrategie und Strukturen, die Engagement für Lehre fördern. Bei der zweiten Empfehlung geht es darum, die ganze Bandbreite lehrbezogener Aufgaben für Fortbildungsaktivitäten in den Blick zu nehmen, und bei der dritten Empfehlung geht es um eine Verschränkung von Personalentwicklungsmaßnahmen mit dem weiteren Karriereweg. Die letzte Empfehlung bezieht sich auf die heterogenen Voraussetzungen derjenigen, die Fortbildungen in Anspruch nehmen sollen und deren Bedürfnisse bei der Gestaltung von Fortbildungsangeboten gut im Blick sein müssen. Für jedes der vier fokussierten Felder werden praktische Empfehlungen gegeben, wie Entscheidungsträger*innen in Hochschulen, aufseiten der Hochschulträger sowie in hochschulübergreifenden Netzwerken die Handlungsfelder konkret gestalten können.

Das Policy-Paper wie auch überhaupt die Ergebnisse des STAFF-DEV-Projekts werden am 30.11.2026 auf einer Abschlusskonferenz des Projekts in Brüssel diskutiert. Die Anmeldung für die Veranstaltung wird in den nächsten Tagen geöffnet.

Über das STAFF-DEV-Projekt

Das von der EU finanzierte Projekt „Personalentwicklung für Lehre und Lernen an europäischen Hochschulen“ (STAFF-DEV) zielt darauf ab, den Stand lehrbezogener Personalentwicklung an europäischen Hochschulen zu erfassen und zu analysieren. Im Blick sind dabei auch institutionelle und nationale Strategien für Lehre und Lernen sowie die Einbettung in akademische Karrieremodelle. Das Projekt baut eine Wissensbasis auf und leistet einen Beitrag zur konkreten Personalentwicklung (im Sinne von Multiplikator:innenschulungen) im Bereich Lehren und Lernen. Zudem zielt es auf die Professionalisierung hochschulpolitischer Prozesse in diesem Handlungsfeld.

Das Zentrum für Wissenschaftsdidaktik der Ruhr-Universität Bochum ist Teil der STAFF-DEV-Projektgruppe und organisierte im Rahmen des Projekts u.a. Peer-Learning-Angebote sowie eine Masterclass für Lehrunterstützungseinrichtungen. Neben der RUB gehören die European University Association sowie die Universitäten Cork (Irland), Oslo (Norwegen) und Utrecht (Niederlande) zum Konsortium.

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Peter Salden
Dr. Peter Salden leitet das Zentrum für Wissenschaftsdidaktik der Ruhr-Universität Bochum.

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