
Im ZfW HÖRsaal gibt’s was auf die Ohren!

Willkommen im ZfW HÖRsaal: Gruppenarbeit neu gedacht
Ehemalige Studierende kennen die Dynamik in Gruppenarbeiten an der Hochschule nur zu gut: Man wird gezwungen, mit mehreren Leuten, die man vorher noch nie gesehen hat, zusammenzuarbeiten und etwas zu produzieren, an dem oft Creditpoints hängen. Das Ergebnis: fehlende Kommunikation, Alleingänge, die Gefahr schlechter Ergebnisse.
Dieses Problem ist Prof. Dr. Stefan Winter in einer seiner Masterveranstaltungen angegangen: Um die Zusammenstellung zufälliger Gruppen zu verhindern, hat er zu Beginn einer Vorlesung mit 24 Teilnehmenden mehrere Kennenlernrunden realisiert, in denen die Studierenden einander im kurzen Gespräch begegnet sind und anhand dieser ersten Interaktion anonym ein sogenanntes Scoring vergeben haben, das die Empathie oder Antipathie gegenüber der anderen Person widerspiegelt. Auf Basis dieses Scorings wurden dann algorithmisch Gruppen zusammengestellt, in denen sich – laut Berechnung – alle Gruppenmitglieder miteinander verstehen.
Das Ergebnis dieser neuen Form der Gruppenzusammenstellung war bisher positiv. So konnte Prof. Dr. Winter unter anderem feststellen, dass die Handynutzung während der Veranstaltung drastisch zurückgegangen ist. Zudem sei die gesamte Interaktionsdynamik innerhalb der Veranstaltung als ausschließlich positiv zu bewerten und das gaben ihm auch die Studierenden in der Kursevaluation so zurück. Für die Zukunft möchte er gerne an diesem System festhalten und empfiehlt auch Lehrenden aller Fachbereiche, das Thema Gruppenarbeit neu zu denken und seinem Beispiel zu folgen.
Viel Hörvergnügen bei unserer aktuellen Episode!
- Dieser Blogartikel wurde von Ben Scherer verfasst. -
Zu den Personen:

Quelle:
© RUB, Marquard

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